Wissenswertes über Finnisches Papiergarn

Papier besteht aus Zellulosefasern die in Wasser aufgelöst werden und sich in einem Schöpfprozess zu einer Fläche verfilzen. Dieser Vorgang ist sehr ähnlich wie das Verfahren das für textile Gewebe angewandt wird. Um aus Papier ein Gewebe zu erzeugen, wird es in feine Streifen geschnitten, zu einem Garn verdreht und anschließend zu Stoffen verarbeitet. 

Während des Krieges stellte man in Finnland Kleidung und auch Uniformen aus Papiergarn her. Die Technik war bald so weit entwickelt, dass die Produkte relativ gute Trageeigenschaften hatten und waschbar waren. Als der Krieg vorbei war geriet das Material relativ schnell in Vergessenheit. 

Heute jedoch, nach vielen Jahren, wurde das Material wieder neu entdeckt und es entwickelt sich zu einem Boom.

 Aus naturfarbenem Papiergarn werden Stränge gewickelt und zum Großteil eierschalenfarbig gebleicht. Durch die Färbung mit Textilfarben erhält das Garn noch eine Besonderheit. Beim Färbevorgang dringt die Farbe ungleichmäßig zum Kern der kompakt gedrehten Stränge vor und es entsteht ein batikähnlicher Charakter, der erst beim geöffneten Material sichtbar wird. 
Die aufgedrehten Garne sind lichtdurchlässig und leicht formbar, die Papierstruktur ist auch bei der Weiterverarbeitung robust und reißt nicht so schnell. Gewebte Stücke können von Hand bei 30° gewaschen werden.

 Aufgrund der besonderen Eigenschaften, lassen sich aus Finnischem Papiergarn herrliche Schmuckobjekte herstellen. Beim Experimentieren mit verschiedenen Techniken (weben, flechten, kleben, nähen, usw.) entstehen in relativ kurzer Zeit interessante Objekte mit einem ganz besonderen natürlichen Charme. 

Es werden unterschiedlichste Garnqualitäten in verschiedenen Stärken und einer Fülle an Farben angeboten.